Eine kurze Filmgeschichte

Munich

Action

Helen

Seit mehr als 50 Jahren kommen internationale Produzenten nach Malta, Gozo und Comino. Die Popularität der Inseln als Filmkulisse liegt in einem einzigen Wort begründet: Wasser.

Im Jahr 1963 entwickelten Jim Hole - ein britischer Experte für Spezialeffekte - und Paul Avellino, ein junger maltesischer Bauleiter, ein Konzept, das Regisseuren ermöglichte, sicher auf dem Wasser zu filmen. In Rinella, an Maltas Ostküste, errichteten sie die Malta Film Facilities: ein flacher Wassertank, über 90 Meter breit und geschützt gegen Gezeiten und stürmisches Wetter. Der Tank verschmilzt optisch nahtlos mit dem klaren Horizont - so können Regisseure ohne den Einsatz von Spezialeffekten die Illusion schaffen, dass eine Szene weit draußen auf dem Meer spielt.

Der Tank wurde erstmalig im Jahr 1964 für das Filmdrama Zwischenfall im Atlantik (englischer Titel The Bedford Incident) genutzt. Seitdem und bis heute wurden hier in den Mediterranean Film Studios (so wird das Rinella-Set seit 1978 genannt) zahlreiche Kino- und TV-Filme, Werbeclips und Musikvideos mit Wasserszenen gedreht.

Produzenten, die sich eigentlich aufgrund der Tanks für Malta als Drehort entschieden hatten, bemerkten schnell die anderen Vorteile der Insel: hervorragene Klimaverhältnisse sowie eine gute Erreichbarkeit aus vielen europäischen Großstädten, in denen Filmproduktionsfirmen und Studios ihren Sitz hatten. Zudem überzeugten sie die bizarren Klippen, kleinen Buchten sowie die facettenreiche Architektur der Inseln, die authentische und unberührte Locations bieten - ideale Kulissen für historische Filme wie Gladiator, Troja, Die Piratenbraut (Cutthroat Island) oder Der Graf von Monte Christo. Um dem immer weiter gestiegenen Interesse von Produzenten entgegenzukommen, wurde im Jahr 1999 die Malta Film Commission ins Leben gerufen, die auch für die aktive Bewerbung Maltas als Film- und TV-Drehort sowie für die Unterstützung vor, während und nach einer Produktion zuständig ist.