Die französische Besatzung

Die französische Vorherrschaft auf den Malteser Inseln war kurz und turbulent. Ihre Ankunft war jedoch zunächst vielversprechend, denn Napoleon und seine Truppen waren bei den Maltesern will-kommen. Dies war jedoch eher eine Folge des wachsenden Ungefallen am obliegenden Herrscher, dem Orden von St. Johannes, als echte Zuneigung für die revolutionären Ideale Frankreichs.

Napoleon Bonapartes Angriff auf Malta war Teil eines strategischen Plans, um Ägypten zu erobern und dann Indien und die fernöstlichen Kolonien der Britischen Krone zu gewinnen. Napoleon gelang es, einige Ritter und Malteser auf seine Seite zu bringen, um Kontrolle über die mächtigen Festungen und Häfen auf Malta zu erlangen.

Diese führten dann Informationen ab und waren bereit, eine Volksbewegung gegen den St. Johan-nesorden und dessen aristokratischen Regierungsstil heraufzubeschwören. Materialmangel, treulose Kapitäne und allgemeine Verwirrung führten zur Kapitulation des Ordens innerhalb weniger Tage. Die Maltesischen Inseln wurden ein weiteres Juwel in der Krone Napoleons.

Die von den neuen Herrschen eingeführten radikalen Reformen erschienen übertrieben für viele Malteser, die immer noch von zwei Institutionen dominiert wurden - dem Adel und der Kirche - und zu denen sie sich loyal verhielten. Der Adel und das gemeine Volk begannen, die napoleonischen Gesetze als Angriff auf ihre geliebte Kirche und als Bedrohung für ihren traditionellen Lebensstil zu verstehen.

Innerhalb von drei Monaten nach der französischen Machtübernahme organisierten die Malteser eine Revolte und zwangen die Besetzer, sich hinter die Festungen von Valletta und die Drei Städte zurückzuziehen. Dort blieben sie bis September 1800, als sie vor den Britischen Streitkräften kapitulierten, die zur Hilfe bei der Befreiung Maltas herbeigerufen worden waren. Die Britische Flotte fuhr in den Großen Hafen ein und läutete damit anderthalb Jahrhunderte unter britischer Vorherrschaft ein.